Was ist

Gestalttherapie ?

Gestalttherapie ist eine Form der Psychotherapie, die sich seit den 1950er Jahren aus dem humanistischen Ansatz heraus entwickelt hat. Sie grenzt sich von der Tiefenpsychologie und der Verhaltenstherapie ab, indem sie weder analytisch durch die Vergangenheit geht, noch trainierend hin zu gewünschten Verhaltensweisen funktioniert, sondern hauptsächlich auf das Erleben in der Gegenwart fokussiert. 

 

Gestalttherapie beschäftigt sich mit den verschiedenen Gestalten, die in ihrem Umfeld in den Vordergrund treten. Als Gestalt können z.B. das Arbeitsumfeld, die Familie, eine Beziehung, ein Bedürfnis, ein bestimmtes Verhalten oder beeinflussende Erlebnisse erfahren werden. Wenn es zu Unzufriedenheit kommt, sich Belastungen bemerkbar machen, Leidensdruck besteht, treten diese Gestalten in den Vordergrund und beschäftigen uns. In der Gestalttherapie werden die aktuellen Auswirkungen dieser Einflüsse erkundet, weniger deren Entstehung oder Verlauf in der Vergangenheit. Es geht darum, sich über das eigene Verhalten, über Bedürfnisse und Gefühle gewahr zu werden, Konsequenzen zu spüren und zu fühlen, sich selbst zu entdecken und besser zu verstehen, Verantwortung zu übernehmen und damit auch etwas an unbefriedigenden Situationen und Zuständen ändern zu können. 

 

Als Beraterin, Coach oder Therapeutin habe ich eine offene, möglichst vorurteilsfreie Haltung in Bezug auf ihr Erleben schaffe somit einen Raum, in dem sie sich erlauben können, ganz sie selbst zu sein. Ihnen darf bewusst werden, wie sie sich im Alltag selbst einschränken, begrenzen, zurückhalten. Mit dieser Bewusstwerdung ist eine Voraussetzung für tatsächliche Veränderung, nachhaltige Lösungssuche und eine ausgiebige Nutzung der vorhandenen Potenziale geschaffen. 

„Veränderung geschieht dann, wenn jemand wird, was er ist, nicht wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist.“ … dieser Satz stammt von Arnold R. Beisser, einem die Gestalttherapie prägenden Therapeuten, und fasst ebenso wie das unten stehende Zitat von Werner Bock das Wesen der Gestalttherapie sehr treffend zusammen.

Was ist, darf sein, und was sein darf, kann sich verändern.

Werner Bock


Coaching - Beratung - Therapie

Egal in welcher Form der Arbeit, meine Haltung als professionelle Unterstützung ist immer die gleiche - geprägt von Zuwendung, Akzeptanz, Interesse und Kongruenz. Die Methoden werden sich wenig unterscheiden. Letztendlich ist es eigentlich egal, was sie buchen, sie werden mit dem vollen Repertoire an Möglichkeiten der Gestalttherapie begleitet. 

Der Unterschied zwischen den Beratungsformen ergibt sich durch den Inhalt oder das Ziel der jeweiligen Anliegen.

Eine Beratung hat tendenziell präventiven Charakter - ist auf "Rat" aus. Diesen werden sie sich, mit Unterstützung, bestenfalls selbst geben. Ähnlich verhält es sich beim Coaching. Beispielhafte Themen wären: Krisenmanagement, Entscheidungen, Sinnfragen, Beziehungsklärungen, Work-Life-balance. Durch meine Fragestellungen und ein Erlebbar-machen reflektieren sie ihre Situation, können sich aus verschiedenen Perspektiven ihr Anliegen anschauen und dieses nicht nur durchdenken sondern auch fühlen. Die Therapie widmet sich z.B. biografischen Aufarbeitungen, tiefgreifenden Erfahrungen mit andauernden Einschränkungen, Ängsten, Belastungszuständen, emotionalen Lebensphasen, wiederkehrenden schwierigen Verhaltsmustern. Wenn sich herausstellt, dass die Wiederherstellung ihrer psychischen Gesundheit zunächst nötig ist, um weiter an der Entfaltung ihrer Persönlichkeit arbeiten zu können, werden sie eine Empfehlung zur psychologischen Psychotherapie erhalten.